Camino Francés · Etappe 9
Antizyklisch unterwegs – Grañón
Tag 11 · Etappe 9 · Nájera nach Grañón · 27,3 km laut Führer
Meine Beine werden jeden Tag besser. Langsam stellt sich beim Laufen eine gewisse Lockerheit ein, die sich auf den ersten 20km eines Tages auch gut halten lässt. Da der Weg weniger spektakulär ist als am Anfang und man sich selten um die Routenführung kümmern muss, gibt mir dies langsam die Möglichkeit beim Laufen über andere Dinge nachzudenken.
Um der großen Schar an Pilgern etwas zu entgehen und weil es ein besonderes Erlebnis darstellt in einer Kirche zu übernachten und gemeinsam zu speisen, hatte ich mich, wie ihr wisst, entschieden nach Grañón zu laufen und das Etappenziel damit 6,8km nach hinten zu verlegen. Damit der Plan nicht von der Hitze zunichte gemacht wird, lief ich um 5:45 Uhr los. Es war stockfinster, ich war allein unterwegs und es war wunderbar. Der Himmel offenbarte sich mit wolkenlos und die Sterne waren zahlreiche sichtbar. Mit dieser Kulisse, stapfte ich zügig vorwärts. Gegen 10 Uhr erreichte ich Santo Domingo de la Calzada und hatte schon gut 20km geschafft.

Dort wollte ich mir unbedingt die Kathedrale ansehen, die atemberaubend ist und sich durch eine spannende Geschichte von anderen Bauten dieser Art abhebt. Dies liegt am sogenannten Hühnerwunder, so geschehen nach Erzählung im 14. Jahrhundert, als zwei gebratene Tiere wieder lebendig wurden um einem Unschuldigen das Leben zu retten.

Ich will nicht zu tief eintauchen in die Geschichte, doch einige visuelle Eindrücke habe ich noch.



Kurz darauf begab ich mich wieder auf den Weg und wollte schnell die letzten knapp 7km absolvieren. Kurz nach 12 Uhr erreichte ich die Kirche von Grañon und checkte ein.
Was ich Euch davon noch erzähle, mal sehen. 😚
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