Zum Inhalt springen

fort und frei

Etappe 1 von 33 · Tag 1 · 24,2 von 763,7 km

Camino Francés · Etappe 1

Aller Anfang ist schwer

Um 9:45 Uhr hörte ich auf Tourist zu sein und bekam mit dem Pilgerpass auch meinen neuen Status, der mich hoffentlich bis nach Santiago de Compostela bringen wird. Pünktlich 10 Uhr lief …

Tag 1 · Etappe 1 · Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles · 24,2 km laut Führer

Diese Etappe auf der ganzen Strecke Die ganze Strecke als Balken, von rechts nach links wie der Weg. Vom rechten Rand bis Etappe 1 von 33 ist er gefüllt, das sind 24,2 von 763,7 Kilometern.

Um 9:45 Uhr hörte ich auf Tourist zu sein und bekam mit dem Pilgerpass auch meinen neuen Status, der mich hoffentlich bis nach Santiago de Compostela bringen wird. Pünktlich 10 Uhr lief ich los, die erste Teiletappe nach Orisson, nur 8 km, jedoch gut 500 Höhenmeter und dazu noch extrem steil.

Die Landschaft ist malerisch und die Pyrenäen begrüßen mich mit Sonntagswetter. Es sollen ca. 25 Grad werden. Auf dem Weg über asphaltierte Straßen treffe ich viele gutgelaunte Pilger, die oft schneller als ich unterwegs sind, allein es stört mich nicht und ich gehe mein Tempo den Berg hinauf. „Buen Camino“ ist in aller Munde. Nach einer Weile, als ich gerade eine Trinkpause einlege, sehe ich einen Greifvogel kreisen. Es ist ein Adler. Wow!

Als ich so in die Weite blicke, erinnert mich das an Ecuador. Im Jahr 2016 sind wir dort den Quilotoa Trail gelaufen, ähnliche Szenerie, fast 2000m höher in den Anden. Damals hatten wir drei Tage und wir haben es nie vergessen. Es kommt in mir ein Gefühl von Freiheit hoch, ich habe Zeit, Zeit den ganzen Camino Francés zu laufen. Wer kann das schon von sich behaupten?

Die Serpentinen ziehen sich den Berg hinauf. Der Untergrund ist rauh und teils scharfkantig. Ich laufe auf den besseren Stücken, damit ich mir meine Schuhe nicht gleich ruiniere. Mehrfach halte ich an um innezuhalten, weil ich außer Atem bin. Ich denke, dass ich im Schneckentempo unterwegs bin. Plötzlich, hinter einer weiteren Biegung, geht es plötzlich geradeaus und dann sogar bergab. Bevor ich überhaupt darüber nachdenken kann, sehe ich schon das Refugium Orisson, das heutige Ziel meiner Etappe. Knapp 2,5 Stunden habe ich am Ende gebraucht, wie ich später erfahre, eine gute Zeit.

Refugium Orisson
Refugium Orisson

Kommentare

  1. Uta Kupfer

    Hi, ich bin gerade bei Oma. Sie ist begeistert über deinen Weg und freut sich, dass du diese Wanderung machst. Wir wünschen dir heute auch einen schönen Tag und viel Glück bei der Wanderung.
    Liebe Grüße Oma und Uta

    Antworten

Schreib etwas dazu

Alle Kommentare werden vor der Freischaltung gelesen. Die E-Mail-Adresse steht nirgends auf der Seite, sie ist nur da, damit Markus antworten kann.