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fort und frei

Wegtagebuch · Camino Francés · 33 Etappen · 763,7 km

Vorbereitung

Kurz vor dem Start

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – Man weiß nie, was man kriegt.“ Vor ungefähr 6 Wochen war noch nicht daran zu denken, dass ich dieses Jahr noch den Camino Frances …

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – Man weiß nie, was man kriegt.“

Vor ungefähr 6 Wochen war noch nicht daran zu denken, dass ich dieses Jahr noch den Camino Francés in Angriff nehmen würde. Ich saß jeden einzelnen Tag vor meinen Projekten mit denen ich meine noch junge Firma voranbringen wollte.

Dann, vor ca. 4 Wochen, wurde plötzlich alles fertig, woran ich gearbeitet hatte, und es stand unmittelbar auch nichts an. Meine Frau Nadja, mit der ich darüber sprach, schlug mir vor meinen fast vergessenen Traum wieder aus der Schublade zu holen und jetzt, wo es passen würde, einmal wandern zu gehen. Ich dachte an den Camino Francés. Der Gedanke kam nicht aus dem Nichts – ich hatte, seitdem ich damals „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling als Hörbuch gehört hatte, immer wieder Interesse an diesem Weg gehabt. September und Oktober sind dazu noch die perfekte Reisezeit im sonst so heißen Spanien. Wie in vielen Fällen zuvor begann ich nach guten Gründen zu suchen, es nicht zu tun, fand zu meiner Überraschung aber viel mehr unterstützende Argumente als Bedenken und entschloss mich daher recht schnell dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Krasse Scheiße, ich ziehe es durch!

Da die Arbeit am Laptop nicht besonders förderlich für die körperliche Fitness ist – man staunt – aber es stimmt, musste ich auch ein wenig trainieren. Ein paar Runden um den Cospudener See sind es geworden und meinen Körper wie an das Laufen längerer Strecken zu gewöhnen, vielleicht 60km insgesamt, mal schauen ob es reicht. Ich rechne mit schwierigen ersten Etappen. Durchbeißen heißt die Devise. 😉

Die weitere Vorbereitung in den letzten Wochen bis zum heutigen Tage war umfangreich und ich habe mir viel Mühe gegeben, die richtige Ausrüstung zusammenzustellen, möglichst leicht und dennoch vollständig. Auf dem Bild seht ihr meinen fertig gepackten Rucksack, einen Tag, bevor es in Richtung Frankreich mit dem Zug losgeht – ja eigentlich nur 12 Stunden, bevor ich abreise, wenn ich so überlege. Mit 8kg ist mein 35-Liter-Wanderrucksack zwar voll, aber vollkommen im Zielkorridor, was das Gewicht angeht. Es zählt jedes Gramm, habe ich oft gelesen, also wurde es zu meinem Mantra während der Planung. Es ist erstaunlich, was sich alles so ergibt, wenn man es zulässt. The universe provides! 😀

Ein richtiges Abenteuer und ich bin bereit!

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