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fort und frei

Etappe 13 von 33 · Tag 15 · 301,6 von 763,7 km

Camino Francés · Etappe 13

Meseta – Teil 1

Tag 15 · Etappe 13 · Burgos nach Hornillos del Camino · 20,3 km laut Führer

Diese Etappe auf der ganzen Strecke Die ganze Strecke als Balken, von rechts nach links wie der Weg. Vom rechten Rand bis Etappe 13 von 33 ist er gefüllt, das sind 301,6 von 763,7 Kilometern.

Heute Nacht konnte ich endlich mal wieder volle acht Stunden schlafen. Andreas und ich hatten für das Abendessen in einem Supermarkt Serranoschinken und noch anderen Belag, sowie ordentliches Brot gekauft und damit ein Abendessen kreiert, dass an Deutschland erinnert. Für das Frühstück war auch noch genug da und so ging es mit einem großen Kaffee intus und vollem Magen auf den Weg.

Mehr kommt auf der Meseta nicht
Mehr kommt auf der Meseta nicht

Trotz des späten Starts gegen 8:15 Uhr, war ich bereits um 12:30 am ersten möglichen Ziel der Etappe und da ich wenig Lust hatte weiterzulaufen, versuchte ich mein Glück bei der ersten Herberge, die mir von außen gefiel. Der Besitzer schaut ungläubig, fragt nach Reservierung, ich sage nein, er schaut nach, überrascht, noch ein Bett frei. Abendessen und Frühstück gibt es auch. Natürlich nehme ich es, keine Frage. Mein Kumpel Robert aus Schottland kommt keine drei Minuten später und wird zunächst abgewiesen. Später bekommt er wegen einer Stornierung doch noch ein Bett hier. Währenddessen erfahre ich nach und nach, dass das gesamte Dorf ausgebucht ist und die nächsten 12km nichts mehr kommt. Ein paar Pilger wollen in der Kirche übernachten, ohne Bett. Andreas, mein Freund aus Deutschland, ist etwas langsamer unterwegs und bekommt kein Bett mehr, gar keins! Er ist noch auf dem Weg und es ist inzwischen 16 Uhr. Wer die Hitze hier kennt, weiß, dass das nicht zu unterschätzen ist. Wir halten Kontakt und um 17 Uhr erfahre ich, das Andreas gut untergekommen ist.

Kirche von Hornillos del Camino
Kirche von Hornillos del Camino

Der Camino wacht wohl über seine Pilger. In den allermeisten Fällen geht alles gut. Bei über 40 Grad im Sommer ist das keine Selbstverständlichkeit.

Ich treffe außerdem Janis aus Kanada wieder und es läuft immer gleich ab. Nachdem ich irgendwo eingecheckt habe und mein Bett beziehe, ruft sie von irgendwo im Raum „Hi Markus“. Ist wie beim Hasen und Igel, so kommt es mir vor.

Am Abend gehe ich noch auf ein Bier ins Casa Manolo. Klar, so ein Ort von vielleicht 500 Seelen hat eine Metallkneipe. Seht selbst.

Direkt gegenüber der Kirche
Direkt gegenüber der Kirche

Das Bier, das hervorragend schmeckt und vom Fass kommt, kostet exakt 2 Euro für ein stattliches Glas. Auch sonst ist alles extrem günstig, der Wahnsinn. Die Stimmung ist herausragend und das Publikum singt bei der Livemusik mit.

Fan-T-Shirt
Fan-T-Shirt
Livemusik und Radler im Nirgendwo
Livemusik und Radler im Nirgendwo
Memorabilia in Massen!!!
Memorabilia in Massen!!!

Ein solches Erlebnis war hier nicht zu erwarten und viele Pilger genießen es ebenfalls. Wenn ich mir den Kontext überlege, ist es nur noch surreal. Das Gefühl ist überwältigend.

Als ich um 20:30 Uhr in die Herberge zurückkomme, sind die Lichter aus und die ersten Pilger schlafen schon. 😯 Ich habe das Gefühl, dass es früh raus geht. Frühstück gibt es ab 5 Uhr.

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