Camino Francés · Etappe 15
Meseta, Teil 3
Tag 17 · Etappe 15 · Castrojeriz nach Frómista · 24,7 km laut Führer
Der Tag beginnt mit einem ordentlichen Anstieg auf die Hochebene hinauf und Castrojeriz verblasst langsam im Hintergrund. Es ist warm und als ich oben ankomme, dämmert es langsam und ich werde mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Der Rest der heutigen Etappe ist schnell erzählt. Es geht entlang an abgeernteten Getreidefeldern, auf harten Schotterwegen in Richtung Frómista. Knapp 25km werden heute auf dem Tacho stehen. Da es so wenig Abwechslung gibt, denke ich über meinen Camino nach. Es ist Routine eingekehrt. Morgens ist es immer gleich, aufstehen, zusammenpacken, Zähne putzen, Trinkblase reinigen und auffüllen und dann entweder Frühstück in der Herberge oder bei der nächsten Möglichkeit auf dem Weg. Dann laufen, vielleicht eine Mittagspause, wenn die Etappe länger wird, dann einchecken, duschen, ausruhen, Essen und Unterkunft planen und eventuell bloggen. Manchmal kommt noch ein Bier mit Freunden dazu oder eine andere Aktivität. Mehr passiert nicht. Alles ist reduziert auf das Wesentliche.

Die Etappe hat dann noch ein kleines Highlight, als es kurz vor Frómista an einem Kanal entlanggeht, der in eine Schleuse mündet. Es fängt an zu regnen.


In Frómista folgt dann genau die Routine, die ich schon beschrieben habe. Ich treffe noch Andreas und wir gehen Kaffeetrinken in einer empfohlenen lokalen Bäckerei. Der Kaffee kostet ca. 1,50 Euro und der Kuchen auch nicht viel mehr. Ich fühle mich erneut in die 2000er Jahre zurückversetzt, als das in Deutschland auch noch so war.

Kommentare
Noch keine Kommentare.
Schreib etwas dazu