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fort und frei

Etappe 30 von 33 · Tag 33 · 696,5 von 763,7 km

Camino Francés · Etappe 30

Grüne Hügel und tolle Landschaften bis Palas de Rei

Tag 33 · Etappe 30 · Portomarín nach Palas de Rei · 24,8 km laut Führer

Diese Etappe auf der ganzen Strecke Die ganze Strecke als Balken, von rechts nach links wie der Weg. Vom rechten Rand bis Etappe 30 von 33 ist er gefüllt, das sind 696,5 von 763,7 Kilometern.

Heute ist alles anders! Früh gibt es zunächst keinen Kaffee, da ich mir den für später aufheben will und ein Experiment starte, ob ich so das feuchte Klima am Morgen besser vertrage. Da das Frühstück kurz ausfällt, begebe ich mich noch im Dunkeln auf dem Weg. Lange muss ich nicht überlegen, in welche Richtung ich laufen muss, denn die Horden sind schon wieder unterwegs gegen 7:45 Uhr. Es ist neblig und die Luftfeuchtigkeit beträgt ungefähr 95%. Nach ein paar Minuten laufen, sind mein Haare und meine Kleidung bereits klamm.

Gleich am Anfang der Tagesetappe geht es steil den Berg hinauf und ich atme ein paarmal kräftig durch. Es ist ziemlich kalt, zumindest kommt es mir so vor und ich wünschte für einen Moment wärmere Kleidung eingepackt zu haben. Als nach einer Dreiviertelstunde die Sonne langsam herauskommt und Schritt für Schritt die Nebelschwaden vertreibt, kann ich nicht nur die wunderschöne, sattgrüne Landschaft bewundern, sondern es wird auch sofort wärmer und fortan komme ich mit meiner leichten Fleecejacke aus.

Sonnenaufgang, 4km hinter Portomarin
Sonnenaufgang, 4km hinter Portomarin

Der Weg nach Palas de Rei ist schön. Es geht durch Alleen von Eichen und diversen Laubbäumen, durch kleine Dörfer mit bunt geschmückten Häusern oder auf Feldwegen, die durch alte, bemoste Steinmauern gesäumt werden, in Richtung des Ziels.

Farbenspiel mit der Morgensonne
Farbenspiel mit der Morgensonne

Nach ca. 8 km entscheide ich mich für ein zweites Frühstück, weil ich schon wieder Appetit bekomme. Ich habe mal ausgerechnet, dass man an so einem Standardtag mit 25 Kilometern ca. 1500 – 1600 Kalorien zusätzlich benötigt. Die müssen ja irgendwo herkommen. 😉

Auch Kakteen sieht man hinter den Mauern ab und an
Auch Kakteen sieht man hinter den Mauern ab und an

Die Strecke zieht sich heute, es geht auf und ab und ich bin wirklich langsam. Mir fehlt die Energie und ich bin nicht traurig, dass der Camino am Sonntag zu Ende geht. So schön auch alles war, ich brauche eine Pause vom Laufen, meine Beine brauchen eine Pause vom Laufen, mindestens ein paar Tage.

Farnbewuchs im Wald im feuchtwarmen Klima
Farnbewuchs im Wald im feuchtwarmen Klima

Es ist verblüffend, dass man auf dem Camino in genau diesen Situationen immer wieder kleine Geschenke vom Universum bekommt. So auch hier mit diesem tollen Wald, der herrlich durftet und in seinem Grün so satt ist, wie ich es selten gesehen habe. Die Vegetation ändert sich langsam und ich habe gehört, dass es bald Eukalyptusbäume zu sehen geben wird. Jede Menge sogar.

Ich beende meine Wanderung um halb vier Nachmittag, so spät wie selten zuvor und widme mich dann meinem Ankunftsritual.

Kommentare

  1. Happywife-happylife

    Radler? 😂

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